Interview mit TalentkaderSR Philip Metten

Am heutigen Montag möchten wir euch einen Aufsteiger in die Herren-Spielklassen vorstellen, der sich sehr engagiert zeigt und zu unseren Talenten gehört.


Hallo Philip, Bitte erzähle uns kurz etwas über dich und in welcher Liga du pfeifst bzw. seit wann du Schiedsrichter bist.


Hallo, mein Name ist Philip, ich bin 16 Jahre alt und gehe in die 11. Klasse. Ich spiele selbst noch Fußball in der B-Jugend des JFV Dreieichenhain-Götzenhain. Neben dem Fußball, spiele ich noch Tennis.

Ich habe mit 14 meinen Neulingslehrgang absolviert und meine erste Saison pfiff ich 2017/18. Ich bin in der Winterpause dieser Saison zum Herren Schiedsrichter aufgestiegen und hatte in der C-Liga schon mein erstes Punktspiel.



Was war der Grund dafür, dass du Schiedsrichter geworden bist?


Mein Trainer hat das Thema im Training angesprochen und gesagt, dass jeder Verein Schiedsrichter stellen muss und man etwas Geld verdienen kann. So habe ich mich mit drei weiteren Mannschaftskameraden dazu entschieden, in die Schiedsrichterei einzutreten.

Welche schönen Ereignisse hast du bereits als Schiedsrichter erlebt?


Für mich sind die schönen Momente in der Schiedsrichterei, wenn man ein Spiel gut gepfiffen hat und Lob von Spielern, Trainern und Zuschauern bekommt. Dann sind die Spiele natürlich immer noch schön, die etwas anders sind, auch wenn sie stressig sind.

Wenn man aufsteigt und bessere Spiele pfeifen oder winken darf, sind das auch immer sehr aufregende Ereignisse.

Waren auch lustige Ereignisse dabei?


Es passieren viele lustige Dinge in einem Spiel, vor allem wenn man im Jugendbereich und in niedrigeren Ligen pfeift.

Aber an ein Spiel denke ich gerne zurück, wo ich immer noch kaum glauben kann, wie es zu diesem Spielstand kam. Ich habe mein erstes A-Jugendspiel gepfiffen, FV Sprendlingen gegen Dietesheim. Das Spiel ging 7:10 aus. Zur ersten Halbzeit stand es 3:3 und dann ging Sprendlingen mit 6:3 in Führung. Dietesheim hat es tatsächlich geschafft in der 90. Minute auszugleichen und hat sich dann in der Verlängerung sogar noch den Sieg geholt.

Was macht die Schiedsrichterei für dich aus?


Für mich ist die Schiedsrichterei einfach ein schönes Hobby, durch das ich immer ein volles Wochenende habe. Es macht einfach Spaß in meiner Freizeit auf den Sportplätzen unterwegs zu sein und mal die andere Seite des Spiels zu sehen, da ich immer nur selbst gespielt habe und selbst weiß, was man manchmal über den Schiedsrichter denkt. Aber am meistens ist das Rumkommen und das Treffen von neuen Leuten am interessantesten.

Was macht für dich das Hobby so interessant?


Pfeifen ist gerade deshalb interessant, weil man kein Spiel vorhersehen kann. Die Stimmung in einem Spiel kann in einer Minute kippen. Man muss immer hellwach und hochkonzentriert sein, das ganze Spiel im Auge haben und die richtigen Entscheidungen treffen. In manchen Spielen wird man mehr gefordert, in anderen weniger. Aber ruhigere Spiele können auch interessant sein. Doch einfach diese Spannung im Spiel macht das Hobby außergewöhnlich. Es unterscheidet sich stark von anderen Jugendjobs, wie Zeitung austragen oder beim Bäcker arbeiten. Sport und Spaß sind eindeutig auf der Seite der Schiedsrichterei zu finden! Man ist auf dem Sportplatz und erlebt viele Facetten des Fußballs hautnah mit.

Was möchtest du noch alles als Schiedsrichter erreichen?


Ich möchte definitiv im Herrenbereich weiter aufsteigen und auch im Jugendbereich weiter spannende Spiele leiten. Mit meinen Einsätzen als Assistent bin ich momentan zufrieden, doch auch hier würde ich gerne weiter Aufsteigen und neue Erfahrungen sammeln.

Ich muss jetzt erstmal mal schauen, wie sich das alles entwickelt, auch mit der aktuellen Lage und der Schule, aber auch mal Spiele als Gespannsführer zu pfeifen, wäre eine sehr interessante Erfahrung. Ich möchte noch viel Erreichen!

Danke für deine Zeit, Philip und viel Erfolg in der Zukunft.

Philip hat die Abseitslinie als Assistent immer im Blick. Seine anderen Aufgaben vernachlässigt er dadurch aber keineswegs!


Foto: Ole Sicker (BfÖ), Philip Metten

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