Interview mit TalentkaderSR Muhammed Kilic

Hallo Muhammed, Bitte erzähle uns kurz etwas über dich und in welcher Liga du pfeifst bzw. seit wann du Schiedsrichter bist.


Hallo zusammen. Mein Name ist Muhammed Kilic, ich bin 19 Jahre alt und bin seit 2016 als Schiedsrichter tätig. Aktuell pfeife ich in der Kreisoberliga und bin Mitglied des Talentkaders unserer Vereinigung. Zudem habe ich 2019 mein Abitur absolviert und studiere seit Oktober 2019 an der Technischen Universität Darmstadt.



Was war der Grund dafür, dass du Schiedsrichter geworden bist?


Die Frage, warum ich Schiedsrichter geworden bin, kann ich ganz einfach beantworten: Ich war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung.


Welche schönen Ereignisse hast du bereits als Schiedsrichter erlebt?


Als Schiedsrichter durfte ich viele schöne Momente erleben. Das Schönste jedoch war mein erstes Senioren-Spiel. Ich pfiff zuvor nur im Junioren-Bereich und durfte mich endlich auch im Bereich der Herren (und Frauen) beweisen. Der Sprung von 11-17 Jahre alten Kindern zu 20-40 Jahre alten Männern war etwas sehr Aufregendes für mich. Ich stand auf dem Platz und fühlte mich erstmal so klein, jedoch leitete ich das Spiel (mit meinen 16/17 Jahren) ohne größere Konflikte zu verursachen. Am Ende des Tages waren alle glücklich und ich durfte glücklich sein, einen weiteren Schritt in meiner Schiedsrichterlaufbahn gemacht zu haben.


Waren auch lustige Ereignisse dabei?


Absolut! Wir sind so eine große Vereinigung mit unterschiedlichen Menschen, die das Gleiche verbindet. An Abenden im Talentkader oder bei größeren Veranstaltungen mit unserer gesamten Vereinigung, gibt es immer etwas zu lachen.


Was macht die Schiedsrichterei für dich aus?


Die Schiedsrichterei ist auf dem Platz ein Einzelsport, jedoch ändert sich dies, sobald wir den Platz verlassen. Wir tauschen uns an Spieltagen aus, treffen uns oftmals auch privat und bilden somit eine richtige Gemeinschaft: Eine Art Familie. Die Schiedsrichterei ist für mich mehr als ein einfaches Hobby!


Was macht für dich das Hobby so interessant?


Für mich ist die Schiedsrichterei der ausschlaggebende Punkt in meiner persönlichen Entwicklung gewesen. Wir stehen als Jugendliche alleine auf dem Platz und wollen allen das absolut fairste bieten... Da sind natürlich Emotionen gang und gebe. In der Zeit lernt man, wie man mit diesen Emotionen der Menschen umgehen sollte.


Was möchtest du noch alles als Schiedsrichter erreichen?


Mein nächstes Ziel wäre in den Förderkader aufgenommen zu werden. Im Allgemeinen möchte ich in meiner Schiedsrichterlaufbahn so weit wie möglich kommen.


Vielen Dank, Muhammed! Viel Erfolg für eine Ziele.


Muhammed Kilic beim Spiel der SSG Gravenbruch.


Bild: Muhammed Kilic

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